Schiffstyp: CasinoschiffHeiße Pokerpartien auf schwankenden Planken
Wer das Spielcasino auch im Urlaub nicht missen mag, bucht Ferien auf einem Casinoschiff. Die vorwiegend amerikanischen Megakreuzer bieten Spielspaß auf hoher See
Zwischen Seenotrettungsübung und Poolparty noch schnell eine Partie Black Jack oder Roulette – Spielernaturen checken gerne auf Casinoschiffen ein, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Und falls sie sich von Spieltisch oder einarmigem Banditen lösen können, genießen sie die maritimen Kreuzfahrterlebnisse. Besonderheiten:Es gibt zweierlei Typen von Casinoschiffen – die "offiziellen" und die "inoffiziellen". Die offiziellen nennen sich auch tatsächlich so und sind rein auf Tagestouren ausgelegte Kreuzer in allen Formen und Größen. Es gibt sie vor allem in den USA und in Asien. Die Betreiber umgehen damit die oft rigiden Beschränkungen für Glücksspiel auf dem Festland, denn auf dem offenen Meer sind nicht nur die Gedanken frei, sondern eben auch die Spieltische. Die eher inoffiziellen sind im Grunde ganz normale Kreuzfahrtschiffe – meist sogar der riesigen Art – die auf tagelangen oder wochenlangen Routen über die Weltmeere schippern und einfach über riesige Casinos verfügen. Das Publikum ist dort sehr gemischt. Vom fanatischen Spieler, für den die Liegezeiten im Hafen ein Graus sind, über den neugierigen Hobby-Gambler bis hin zum ganz normalen Kreuzfahrtgast, der die Vorzüge einer Seereise genießen will und dem der Spielbetrieb einigermaßen schnuppe ist. Wem gefällt's?All jene, die auch in den Ferien nicht vom Spieltisch loskommen wollen oder können, finden auf Casinoschiffen die perfekte Mischung aus Sonne, Meer und Spielspaß. Lustig kann eine Tagestour auch für Leute sein, die spontan eine Mini-Cruise antreten wollen, um mal zu testen wie sich das Seeleben so anfühlt. Denn einen Zwang, das Casino auch zu nutzen gibt es natürlich nicht. Die Schiffe – auch die Tages-Kreuzer – verfügen in aller Regel über sämtliche Annehmlichkeiten, die auch ein normales Kreuzfahrtschiff hat: Pools, Sonnendecks mit Liegen, (Duty Free) Shops, Bars und Restaurants für jeden Geschmack. Und für die lieben Kleinen wartet meist auch ein eigener Bereich mit Kinderbetreuung. Wer will kann sogar eine Kabine buchen – für die kleine Erholung zwischendurch. Die Schattenseiten:Wer nur im Casino hockt, kommt blass – und oft mit erheblich abgespecktem Geldbeutel – wieder nach Hause. Für echte Gambler könnte es auch zum Problem werden, dass auf längeren Reisen die Spielhöllen während der Liegezeiten in den Häfen meist geschlossen sind – und sie tatsächlich frische Luft schnappen müssen. Wem es um das echte Kreuzfahrterlebnis oder auch nur um einen Seereise-Schnuppertag geht, der ist auf den meisten Ausflugsdampfern ohnehin viel besser aufgehoben. Denn auch wenn die schwimmenden Spielhallen über nette Rahmenbedingungen verfügen, ist das Publikum doch sehr Las Vegas. Typische Vertreter:Die Voyager of the Seas und ihre Schwestern sind richtige Kreuzfahrtschiffe, auf denen zumindest der offizielle Fokus auf der Seereise liegt – tatsächlich verfügen sie über riesige Casinos, die stark frequentiert werden. Tagestouren gibt’s auf Schiffen wie der Golden Princess in Hongkong, der Caravela vor Goa, Discovery Cruise Line, der SeaEscape oder der Casino Royale (alle drei USA).
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