Schiffstyp: FlussschiffMit dem Boot durch die schönsten Flusslandschaften
Wer nicht seefest ist, aber trotzdem nicht auf eine Schiffsreise verzichten will, verbringt seine Ferien auf einem Flussschiff
Gemütlich an blühenden Tulpenfeldern vorbeiziehen oder zwischen duftendem Lavendel hindurch fahren, die Loreley herzlich grüßen oder ehrfurchtsvoll staunen angesichts der gewaltigen Landschaft rund um den chinesischen Yangtse, die interessantesten Städte Europas besuchen oder eine Weinprobe mitten im Anbaugebiet machen: Das alles lässt sich auf einer Flussreise erleben. Und das Beste dabei: Die Passagiere werden garantiert nicht seekrank. BesonderheitenWährend bei Hochseereisen ganz klar die Landausflüge im Fokus stehen und die eigentliche Fahrt meist nachts stattfindet, schippern Flussschiffe oft auch tagsüber durch die malerischen Flussauen. Die Landschaften ändern sich laufend und es gibt ständig etwas Neues zu sehen. Das mag der eine beschaulich nennen, langweilig ist es in keinem Fall. Die klassischen europäischen Routen wie Donau, Rhein und Rhône gehören nicht umsonst zu den reizvollsten Strecken, aber auch Nil und Yangtse bezaubern die Gäste mit oft spektakulären Aussichten. Da die Schiffe oft erst mittags oder nachmittags am nächsten Halt ankommen und dafür erst am nächsten Morgen weiterfahren, haben die Passagiere die Möglichkeit, das Nachtleben in fremden Städten zu genießen. Abendliche Restaurant- oder Opernbesuche sind Genüsse, die tatsächlich (meist) nur der Flussreisende erleben kann, denn Hochseeschiffe haben zur abendlicher Stunde in der Regel schon lange wieder den Anker gelichtet. Wem gefällts?Man darf es nicht verschweigen, aber speziell auf europäischen Flüssen schlägt das typische Kreuzfahrtvorurteil der angejahrten Klientel mit voller Wucht zu. Die Veranstalter haben sich auch rundum auf ihr Publikum eingestellt: Das beginnt bei der Ausstattung der Schiffe, die meist recht gediegen und elegant ist, geht über das Essen bis hin zu den Landausflügen. Und auch die musikalische Unterhaltung orientiert sich an der Zielgruppe. Selbst größere Gruppen (wie Kegelclubs oder Sportvereine) entern häufig die Schiffe, denn im Vergleich zu den Hochseetouren sind Flussreisen oft einigermaßen erschwinglich und in der Regel auch nicht allzu lang. Auf kreuzfahrttypische Annehmlichkeiten wie (meist reicht kleine) Wellnessbereiche, Friseur und Bordboutique muss natürlich auch nicht verzichtet werden. Die SchattenseitenFlusskreuzfahrten sind inzwischen so beliebt, dass auf den Toprouten, wie beispielsweise der Donau, regelrechte Kreuzfahrtkarawanen unterwegs sind. Da wird’s schon mal eng an den Anlegestellen in Passau, Wien oder Bratislawa. Für jüngere Leute oder Familien mit Kindern könnte es manchmal eine Spur langweilig werden, da sich die Veranstalter schon sehr auf ihr älteres Publikum eingestellt haben. Typische VertreterGroße Flussreiseveranstalter wie Deilmann, Viking, Transocean, Hansa, Nicko oder Phoenix schicken ihre Flotten über die gut ausgebauten Binnenwasserstraßen der Welt. Wer es individueller mag, bucht auf dem Mini-Flussschiff Serenité. Das schwimmende Kleinod hat nur Platz für maximal 12 Passagiere und kann dank seiner geringen Abmessung auch abseits der stark frequentierten Strecken fahren. Beispielsweise kreuzt sie regelmäßig auf der Mecklenburgischen Seenplatte, fährt direkt nach Berlin und durch die engsten holländischen Kanäle oder schippert auf lauschigen französischen Kanälen, wo sonst maximal Hausboote unterwegs sind.
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